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Heilpflanzen anbauen – ein Blick hinter die Kulissen von A.Vogel

Heilpflanzen anbauen – ein Blick hinter die Kulissen von A.Vogel

Jedes Frühjahr beginnt in den Pflanzhäusern von A.Vogel die neue Anbausaison. Junge Heilpflanzen werden vorgezogen, gepflegt und anschließend auf die Felder in Roggwil sowie zu Bio-Vertragslandwirten gebracht. Der Weg vom Saatgut bis zur Ernte ist dabei ein wichtiger Teil der späteren Produktqualität.

Bis zu 300.000 Jungpflanzen für die neue Saison

In den Gewächshäusern am Standort Roggwil können im Frühjahr große Mengen an Setzlingen heranwachsen. Die bisherige A.Vogel-Dokumentation nennt Größenordnungen von bis zu 300.000 Jungpflanzen, die anschließend auf eigenen Feldern und bei Vertragslandwirten ausgepflanzt werden.

Wetter und Licht spielen schon in dieser frühen Phase eine Rolle. Sonnige, stabile Bedingungen unterstützen die Entwicklung kräftiger Jungpflanzen, bevor sie ins Freiland wechseln.

Echinacea prägt den Heilpflanzenanbau

Den größten Anteil der Jungpflanzen bildet traditionell Echinacea purpurea, der Rote Sonnenhut. Seine magentafarbenen Blüten sind eng mit A.Vogel verbunden und erinnern an Alfred Vogels langjährige Arbeit mit dieser Pflanze.

Daneben werden weitere Heil- und Nutzpflanzen angebaut. Dazu gehören unter anderem Johanniskraut, Artischocke, Salbei und Thymian. Welche Kulturen in welchem Umfang benötigt werden, richtet sich nach den späteren Verwendungszwecken und der jeweiligen Anbausaison.

Bio-Anbau auf eigenen Flächen und mit Partnerbetrieben

Nicht alle benötigten Pflanzen wachsen ausschließlich auf den eigenen Feldern. A.Vogel arbeitet zusätzlich mit Bio-Vertragslandwirten zusammen. Diese Partnerschaften erweitern die verfügbaren Anbauflächen und ermöglichen es, unterschiedliche Pflanzen unter passenden Bedingungen zu kultivieren.

Zum Qualitätsverständnis gehören dabei nicht nur Vorgaben für den biologischen Anbau. Auch Sortenwahl, Saatgut, Standort, Pflege, Erntezeitpunkt und Transport bis zur Verarbeitung müssen zusammenpassen.

Vom Gewächshaus ins Feld

Wenn die Jungpflanzen kräftig genug sind und die Witterung es zulässt, werden sie aus den geschützten Pflanzhäusern ins Freiland gebracht. Dort beginnt die längste Phase des Anbaus: Die Pflanzen müssen sich etablieren, ausreichend Raum entwickeln und bis zum optimalen Erntezeitpunkt gepflegt werden.

Gerade bei Heilpflanzen entscheidet nicht allein eine möglichst große Erntemenge. Wichtig ist, Pflanzenmaterial in der gewünschten Qualität zu gewinnen. Deshalb werden Entwicklung und Zustand der Kulturen während der Saison regelmäßig beobachtet.

Frisch geerntet und möglichst schnell verarbeitet

Ein Kern des A.Vogel-Prinzips ist die Verarbeitung frischer Pflanzen. Nach der Ernte sollen geeignete Pflanzen möglichst rasch in die weitere Verarbeitung gelangen. Auf der bisherigen A.Vogel-Seite wird hierfür ein Zeitraum von innerhalb 24 Stunden beschrieben.

Der kurze Weg zwischen Feld und Verarbeitung ist deshalb ein Vorteil der regionalen Anbauflächen. Er ermöglicht, Ernte und Produktion eng aufeinander abzustimmen.

Erfahrung im Anbau zählt

Viele Jahre wurde der Heilpflanzenanbau von Andreas Ryser geprägt. Er leitete den Bereich über mehr als zwei Jahrzehnte, beschäftigte sich mit geeigneten Heilpflanzen und begleitete auch die Zusammenarbeit mit Vertragslandwirten.

Solche Erfahrung ist im Pflanzenbau wichtig, weil keine Saison exakt der vorherigen gleicht. Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung, Bodenbedingungen und Pflanzengesundheit verlangen immer wieder Entscheidungen direkt vor Ort.

Heilpflanzenanbau als Teil der gesamten Herstellung

Der Blick in Gewächshaus und Feld zeigt: Die Herstellung eines pflanzlichen Produkts beginnt lange vor der eigentlichen Produktion. Saatgut, Jungpflanzen, biologischer Anbau, Erntezeitpunkt und kurze Wege zur Verarbeitung bilden eine zusammenhängende Kette.

Genau diese Nähe zur Pflanze gehört zum Selbstverständnis von A.Vogel – vom ersten Keimling bis zum frisch geernteten Pflanzenmaterial.