Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
Warenkorb ist leer
Alle Produkte entdeckenHaben Sie ein Konto?
Loggen Sie sich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
Warenkorb
Ergänzen Sie Ihren Einkauf
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Harnsäurespiegel erhöht ist und sich Harnsäurekristalle in Gelenken oder Gewebe ablagern. Typisch sind plötzlich einsetzende, sehr starke Gelenkschmerzen.
Ein akuter Anfall beginnt häufig nachts. Das betroffene Gelenk ist gerötet, überwärmt, geschwollen und bereits bei leichter Berührung sehr schmerzhaft. Besonders häufig ist das Großzehengrundgelenk betroffen, möglich sind aber auch Sprunggelenk, Knie, Finger oder Ellenbogen.
Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen. Meist scheiden die Nieren zu wenig Harnsäure aus; seltener wird zu viel gebildet. Genetische Faktoren, eingeschränkte Nierenfunktion, Übergewicht, hoher Alkoholkonsum, zuckerreiche Getränke, bestimmte Medikamente und eine purinreiche Ernährung können das Risiko erhöhen.
Ohne wirksame Behandlung können wiederholte Anfälle zu chronischer Gelenkentzündung, Gelenkschäden und sichtbaren Harnsäureablagerungen, sogenannten Tophi, führen. Auch Nierensteine und Nierenschäden sind möglich.
Die Harnsäure im Blut kann während eines akuten Anfalls normal sein. Besonders aussagekräftig ist bei unklarer Diagnose der Nachweis von Harnsäurekristallen in Gelenkflüssigkeit. Ultraschall und andere Bildgebung können ergänzen.
Akute Gicht wird ärztlich mit entzündungshemmenden Medikamenten, Colchicin oder Kortison behandelt. Das Gelenk sollte geschont und gekühlt werden. Eine dauerhafte harnsäuresenkende Therapie wird je nach Anfallshäufigkeit, Harnsäurewert, Nierenfunktion und Begleiterkrankungen empfohlen.
Hülsenfrüchte müssen nicht pauschal gemieden werden. Pflanzliche Purinquellen sind im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung meist weniger problematisch als Alkohol, Innereien und stark zuckerhaltige Getränke.
Kühle Umschläge und äußerlich angewendetes Arnika-Gel können als angenehm empfunden werden. Sie ersetzen keine medikamentöse Behandlung des akuten Anfalls und senken den Harnsäurespiegel nicht.
Wichtig: Ein erstmals akut entzündetes Gelenk muss rasch untersucht werden, da auch eine bakterielle Gelenkinfektion ähnliche Beschwerden verursachen kann.