Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Bewegung und Entspannung gehören bei rheumatischen Beschwerden eng zusammen. Angepasste Aktivität stabilisiert die Gelenke, stärkt die Muskulatur und fördert die Koordination. Gleichzeitig kann gezielte Entspannung helfen, Stress, Fehlhaltungen und Muskelverspannungen zu reduzieren.
Der erste Schritt besteht darin, Verkrampfungen und Verspannungen bewusst wahrzunehmen. Im zweiten Schritt werden Techniken eingeübt, mit denen sich die Spannung gezielt lösen lässt. Bewährt sind unter anderem die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Feldenkrais, die Alexander-Technik, Qigong und Atemtherapie.
Bei der progressiven Muskelentspannung werden einzelne Muskelgruppen kurz angespannt und anschließend bewusst gelöst. Der Wechsel verbessert die Wahrnehmung von Spannung und Entspannung. Wichtig ist, die Muskulatur nicht schmerzhaft oder mit maximaler Kraft anzuspannen.
Chronische Schmerzen beeinflussen Gedanken, Gefühle und Verhalten. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann dabei helfen, ungünstige Reaktionsmuster zu erkennen und neue Strategien für den Umgang mit Schmerz und Belastung zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, Beschwerden zu ignorieren, sondern den Alltag trotz Erkrankung möglichst selbstbestimmt zu gestalten.
Zu wenig Bewegung kann Steifigkeit und Muskelabbau fördern. Überforderung kann Beschwerden dagegen verstärken. Sinnvoll ist eine individuell angepasste Mischung aus regelmäßiger Bewegung, ausreichenden Pausen und erholsamem Schlaf. Geeignet sind je nach Erkrankung beispielsweise Gehen, Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik und dosiertes Krafttraining.
Massagen können verspannte Muskulatur lockern und das Wohlbefinden fördern. Bei akut entzündeten, heißen oder stark geschwollenen Gelenken sind kräftige Massagen jedoch nicht geeignet. Auch ätherische Öle müssen hautverträglich dosiert und bei Allergien vorsichtig eingesetzt werden.
Akupunktur wird ergänzend zur Behandlung verschiedener Schmerzformen eingesetzt. Die Studienlage unterscheidet sich je nach Erkrankung und Beschwerdebild. Bei der Osteopressur werden definierte Punkte am Knochen mit Druck behandelt. Beide Verfahren ersetzen keine rheumatologische Diagnose und keine notwendige medikamentöse Therapie.
Wichtig: Neu auftretende starke Schmerzen, ein heißes und deutlich geschwollenes Gelenk, Fieber oder eine rasche Verschlechterung müssen medizinisch abgeklärt werden.