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Wechseljahre

Wechseljahre nach einer Hysterektomie

Gebärmutter- und Eierstockentfernung medizinisch korrekt unterscheiden

Ob eine Gebärmutterentfernung die Menopause sofort auslöst, hängt nicht von der Entfernung des Gebärmutterhalses, sondern vor allem davon ab, ob beide Eierstöcke mitentfernt werden. Eine Hysterektomie und eine Eierstockentfernung sind zwei verschiedene Eingriffe.

Was bedeutet Hysterektomie?

  • Totale Hysterektomie: Gebärmutter einschließlich Gebärmutterhals wird entfernt.
  • Subtotale Hysterektomie: Gebärmutterkörper wird entfernt, der Gebärmutterhals bleibt erhalten.
  • Salpingektomie: Entfernung der Eileiter.
  • Oophorektomie: Entfernung eines oder beider Eierstöcke.

Der Begriff „total“ bedeutet somit nicht automatisch, dass die Eierstöcke entfernt wurden.

Gebärmutter entfernt, Eierstöcke erhalten

Bleiben die Eierstöcke erhalten, produzieren sie weiterhin Hormone und es tritt keine sofortige chirurgische Menopause ein. Die Monatsblutung endet, weil keine Gebärmutter mehr vorhanden ist. Dadurch fehlt das wichtigste äußere Zeichen, an dem die natürliche Menopause normalerweise rückblickend erkannt wird.

Nach einer Hysterektomie kann die Eierstockfunktion bei manchen Frauen etwas früher nachlassen. Der genaue Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht pauschal um zwei Jahre vorverlegen.

Beide Eierstöcke entfernt

Werden beide Eierstöcke vor der natürlichen Menopause entfernt, sinken Östrogen und Progesteron abrupt. Diese chirurgische Menopause kann Hitzewallungen, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, vaginale Trockenheit und Libidoveränderungen plötzlich und deutlich auslösen.

Nur ein Eierstock entfernt

Bleibt ein funktionsfähiger Eierstock erhalten, reicht seine Hormonproduktion häufig aus. Eine sofortige Menopause ist dann nicht zwingend. Die weitere Funktion hängt von Alter, Durchblutung und Vorerkrankungen ab.

Wie erkennt man die Menopause ohne Blutung?

Alter, Beschwerden und Operationsart liefern die wichtigsten Hinweise. FSH und Östradiol können in unklaren Situationen helfen, schwanken aber besonders in der Perimenopause. Eine einzelne Messung erlaubt nicht immer eine sichere Einordnung.

Hormontherapie nach Eierstockentfernung

Nach beidseitiger Entfernung der Eierstöcke vor dem üblichen Menopausenalter wird häufig eine Hormontherapie bis ungefähr zum natürlichen Menopausenalter empfohlen, sofern keine Gegenanzeigen bestehen. Sie lindert Beschwerden und schützt unter anderem die Knochen.

Nach Entfernung der Gebärmutter ist meist kein Gestagen zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut notwendig. Besondere Befunde, beispielsweise Endometriose, können eine individuelle Strategie erfordern.

Vaginale Beschwerden

Feuchtigkeitsgele, Gleitmittel und niedrig dosiertes vaginales Östrogen können Trockenheit, Brennen und Schmerzen behandeln. Auch Frauen ohne Gebärmutter können diese Beschwerden entwickeln.

Langfristige Gesundheit

Nach einer frühen chirurgischen Menopause sollten Knochengesundheit, Herz-Kreislauf-Risiken, Sexualität und psychisches Wohlbefinden berücksichtigt werden. Bewegung, Krafttraining, Rauchstopp und eine ausgewogene Ernährung ergänzen die medizinische Behandlung.

Vor der Operation fragen

  • Werden Gebärmutterhals, Eileiter oder Eierstöcke entfernt?
  • Warum sollen die Eierstöcke erhalten oder entfernt werden?
  • Welche Folgen sind für Hormone und Fruchtbarkeit zu erwarten?
  • Ist nach dem Eingriff eine Hormontherapie sinnvoll?
  • Welche Vorsorgeuntersuchungen bleiben notwendig?

Wichtig: Neue starke Schmerzen, Fieber, schwere Blutungen oder Atemnot nach einer Operation benötigen sofortige medizinische Hilfe.

Wechseljahre nach einer Hysterektomie

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