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Gesunde Ernährung

Basenreicher Speisezettel

pH-Wert, Körperregulation und eine pflanzenbetonte Ernährung

Der Begriff Säure-Basen-Gleichgewicht beschreibt chemische Verhältnisse, die der Körper mit Hilfe von Lunge, Nieren und verschiedenen Puffersystemen in engen Grenzen reguliert. In der Ernährung werden Lebensmittel häufig danach eingeteilt, ob bei ihrem Stoffwechsel eher säure- oder basenbildende Bestandteile entstehen.

Der pH-Wert

Der pH-Wert ist ein Maß dafür, wie sauer oder basisch eine Flüssigkeit reagiert. Die Skala reicht von 0 bis 14. Ein Wert von 7 gilt als neutral, niedrigere Werte sind sauer, höhere Werte basisch. Im Körper haben verschiedene Flüssigkeiten unterschiedliche Aufgaben und deshalb unterschiedliche pH-Werte.

Der pH-Wert des Magensaftes

Magensaft ist stark sauer. Diese Säure ist notwendig, um Eiweiß aufzuspalten und viele Keime abzuwehren. Die Magenschleimhaut schützt sich durch eine Schleimbarriere. Der saure Mageninhalt sagt daher nichts darüber aus, ob der gesamte Körper „übersäuert“ ist.

Wie der Körper reguliert

Der pH-Wert des Blutes wird bei gesunden Menschen sehr genau reguliert. Die Lunge scheidet Kohlendioxid aus, die Nieren regulieren Säuren und Basen über den Urin und Puffersysteme gleichen kurzfristige Schwankungen aus. Eine echte Azidose ist eine medizinische Störung und nicht mit einem allgemeinen Unwohlsein nach ungünstiger Ernährung gleichzusetzen.

Einfluss der Ernährung

Lebensmittel können die Säurebelastung beeinflussen, die über die Nieren ausgeschieden werden muss. Eine pflanzenbetonte Ernährung liefert Kalium, Magnesium, Ballaststoffe und weitere Nährstoffe. Sie unterstützt die allgemeine Gesundheit, verändert bei gesunden Menschen aber nicht beliebig den pH-Wert des Blutes.

Was gehört auf einen basenreichen Speisezettel?

  • viel abwechslungsreiches Gemüse
  • Obst in angemessenen Mengen
  • Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Vollkorn
  • Nüsse und Samen
  • Kräuter und Salate
  • ausreichend Wasser und ungesüßte Getränke

Eiweiß sinnvoll auswählen

Eiweiß ist lebensnotwendig und sollte nicht pauschal als schädlich bewertet werden. Entscheidend sind Menge, Herkunft und die gesamte Ernährungsweise. Hülsenfrüchte, Nüsse, Milchprodukte, Fisch, Eier oder andere Proteinquellen können je nach persönlicher Ernährungsform sinnvoll kombiniert werden.

Extreme Kuren vermeiden

Einseitige Basenkuren, sehr strenges Fasten oder hoch dosierte Basenpräparate sind nicht für alle Menschen geeignet. Bei Nieren-, Herz- oder Stoffwechselerkrankungen können eigenständige Veränderungen des Mineralstoffhaushalts riskant sein.

Wichtig: Atemnot, Verwirrtheit, ausgeprägte Schwäche oder andere Zeichen einer möglichen Störung des Säure-Basen-Haushalts benötigen medizinische Abklärung.

Basenreicher Speisezettel