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Wechseljahre

Ängstlichkeit und Panik in den Wechseljahren

Panik, innere Unruhe und Angst gezielt einordnen und behandeln

Innere Unruhe, neue Ängste oder Panikattacken können in der Perimenopause auftreten. Hormonschwankungen, Schlafmangel, Hitzewallungen und belastende Lebenssituationen wirken dabei zusammen. Starke Angst ist behandelbar und sollte nicht als unvermeidliche Begleiterscheinung abgetan werden.

Wie sich Angst zeigen kann

Typisch sind Herzklopfen, Zittern, Schweiß, Atemnotgefühl, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Aus Sorge vor einer neuen Attacke beginnen manche Frauen, Situationen zu vermeiden.

Hormone sind ein möglicher Faktor

Östrogen- und Progesteronschwankungen können Botenstoffsysteme und Stressreaktionen beeinflussen. Eine einfache Erklärung wie „Östrogendominanz“ ist jedoch nicht ausreichend. Frühere Angststörungen, Depression, Trauma, Schilddrüse, Medikamente, Koffein und aktuelle Belastungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Körperliche Ursachen ausschließen

Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Blutarmut, Unterzuckerung und andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Besonders bei erstmaligen starken Attacken ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Was akut helfen kann

  • Langsam ausatmen und den Atem nicht erzwingen.
  • Füße und Kontakt zum Boden bewusst wahrnehmen.
  • Den Blick auf konkrete Gegenstände im Raum richten.
  • Koffein, Nikotin und Alkohol beobachten und gegebenenfalls reduzieren.
  • Nach der Attacke nicht jede belastende Situation dauerhaft meiden.

Psychotherapie

Kognitive Verhaltenstherapie ist bei Angst- und Panikstörungen wirksam. Sie hilft, körperliche Signale anders einzuordnen und Vermeidung schrittweise abzubauen. Bei Bedarf kommen zusätzlich Medikamente infrage.

Achtsamkeit und Bewegung

Regelmäßige Bewegung, Achtsamkeitsübungen und Entspannungsverfahren können die allgemeine Anspannung reduzieren. Sie ersetzen bei ausgeprägter Angst keine gezielte Behandlung.

Heilpflanzen

Lavendel, Baldrian, Passionsblume, Melisse und Hopfen werden traditionell bei Unruhe eingesetzt. Sie können müde machen und mit Medikamenten interagieren. Ätherische Öle in Duftlampen sind keine Therapie einer Panikstörung.

Wichtig: Brustschmerzen, Ohnmacht, neue neurologische Beschwerden oder Suizidgedanken erfordern sofortige medizinische beziehungsweise psychiatrische Hilfe.

Ängstlichkeit und Panik in den Wechseljahren

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