Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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In den Wechseljahren verändern sich vor allem Östradiol, Progesteron, FSH und LH. Einzelne Blutwerte schwanken in der Perimenopause jedoch stark und sind bei Frauen über 45 mit typischen Beschwerden häufig nicht notwendig, um die Wechseljahre zu erkennen.
FSH stimuliert in den Eierstöcken das Wachstum eines Follikels. Der Follikel bildet Östrogene, vor allem Östradiol. Ein Anstieg von LH löst den Eisprung aus. Anschließend produziert der Gelbkörper Progesteron und weiterhin Östrogen.
Die Werte verändern sich innerhalb jedes Zyklus erheblich. Referenzbereiche unterscheiden sich nach Zyklusphase, Messmethode und Labor. Einzelne allgemeine Zahlen ohne diesen Kontext können irreführend sein.
Mit abnehmender Zahl funktionsfähiger Follikel reagiert die Hirnanhangdrüse mit einer stärkeren Ausschüttung von FSH. Eisprünge werden unregelmäßig, Progesteron fällt in Zyklen ohne Eisprung ab und Östradiol kann phasenweise hoch oder niedrig sein.
Dadurch können Blutungen kürzer, länger, stärker oder unregelmäßiger werden. Auch Brustspannen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und Schlafprobleme können auftreten.
FSH und Östradiol können von Woche zu Woche stark schwanken. Ein normaler Wert schließt die Perimenopause nicht aus, ein erhöhter Wert bestätigt sie nicht immer dauerhaft. Deshalb werden Beschwerden und Zyklusveränderungen gemeinsam beurteilt.
Die Menopause ist rückblickend definiert: Zwölf Monate ohne Regelblutung, sofern keine andere Ursache vorliegt. Danach bleiben FSH und LH meist erhöht, während Östradiol und Progesteron niedrig sind.
Auch nach der Menopause unterscheiden sich Werte zwischen Frauen und Laboren. Für die Behandlung typischer Beschwerden ist eine routinemäßige Kontrolle der Hormonwerte meist nicht erforderlich.
Das Anti-Müller-Hormon zeigt die ovarielle Reserve, kann den genauen Zeitpunkt der Menopause bei einer einzelnen Frau aber nicht zuverlässig vorhersagen. Frei verkäufliche Speicheltests sind zur Diagnose der Wechseljahre oder zur Steuerung einer Hormontherapie nicht ausreichend verlässlich.
Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Gewichtsveränderungen und unregelmäßige Blutungen können auch bei Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft, Blutarmut, Medikamentennebenwirkungen oder anderen Erkrankungen auftreten.
Wichtig: Starke oder ungewöhnliche Blutungen, Blutungen nach der Menopause und Beschwerden vor dem 40. Lebensjahr müssen gynäkologisch abgeklärt werden.