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Wechseljahre

Haarausfall in den Wechseljahren

Ursachen von dünner werdendem Haar erkennen und gezielt behandeln

Viele Frauen bemerken in und nach den Wechseljahren dünner werdendes Haar oder vermehrten Haarausfall. Hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen, doch auch Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Medikamente, Krankheiten, Gewichtsverlust und Stress kommen als Ursachen infrage.

Weiblicher anlagebedingter Haarausfall

Beim weiblichen androgenetischen Haarausfall wird der Scheitel breiter und das Haar am Oberkopf dünner. Die Haarfollikel reagieren genetisch bedingt empfindlich auf Androgene. Eine vollständige Glatze ist bei Frauen selten.

Diffuser Haarausfall

Bei diffusem Haarausfall werden die Haare gleichmäßig am ganzen Kopf weniger. Auslöser können Infekte, Operationen, starke psychische Belastung, ein rascher Gewichtsverlust, Eisenmangel oder Veränderungen der Schilddrüse sein. Häufig setzt der Haarverlust erst einige Wochen nach dem Auslöser ein.

Frühzeitig abklären

Eine dermatologische Untersuchung kann Haarmuster, Kopfhaut und Haarwurzeln beurteilen. Je nach Situation sind Blutbild, Ferritin, Schilddrüsenwerte und weitere Laboruntersuchungen sinnvoll. Nicht jede Frau benötigt dieselben Tests.

Minoxidil

Bei weiblichem anlagebedingtem Haarausfall kann äußerlich angewendetes Minoxidil das Fortschreiten bremsen und das Wachstum unterstützen. In den ersten Wochen kann vorübergehend mehr Haar ausfallen. Die Wirkung zeigt sich meist erst nach mehreren Monaten und bleibt nur bei fortgesetzter Anwendung bestehen.

Dosierung, Anwendung in Schwangerschaft oder Stillzeit und mögliche Nebenwirkungen sollten mit Ärztin, Arzt oder Apotheke besprochen werden.

Keine „Übersäuerung“ als Ursache

Die Behauptung, der Körper entziehe den Haarwurzeln Mineralstoffe zur Neutralisierung einer ernährungsbedingten Übersäuerung oder scheide über die Menstruation Säuren und Giftstoffe aus, ist medizinisch nicht haltbar. Der Säure-Basen-Haushalt wird vor allem durch Lunge, Nieren und Puffersysteme reguliert.

Ernährung

Eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Zink und weiteren Nährstoffen ist wichtig. Nahrungsergänzungsmittel helfen jedoch vor allem bei nachgewiesenem Mangel. Zu hohe Mengen einzelner Stoffe können selbst Haarausfall verursachen.

Brennnessel und Haarpflege

Brennnessel wird traditionell innerlich und äußerlich verwendet, eine zuverlässige Wirkung gegen hormonell bedingten Haarausfall ist jedoch nicht belegt. Milde Pflege, wenig Hitze und ein vorsichtiger Umgang mit Bleichen oder Glätten verhindern Haarbruch, behandeln aber nicht die Ursache des Haarverlusts.

Wichtig: Plötzlicher, kreisrunder, narbiger oder stark zunehmender Haarausfall sowie Entzündungen der Kopfhaut gehören rasch dermatologisch abgeklärt.

Haarausfall in den Wechseljahren

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