Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Mit sinkendem Östrogenspiegel wird die Haut häufig trockener, dünner und weniger elastisch. Gleichzeitig können Empfindlichkeit, Juckreiz oder Unreinheiten zunehmen. Eine konsequente, milde Pflege und guter Sonnenschutz sind jetzt besonders wichtig.
Östrogene beeinflussen Kollagen, Feuchtigkeit und Durchblutung der Haut. In den ersten Jahren nach der Menopause kann der Kollagengehalt deutlich abnehmen. Wie stark sich das zeigt, hängt zusätzlich von Genetik, Sonnenbelastung, Rauchen, Ernährung und Pflege ab.
Die Hautbarriere verliert leichter Feuchtigkeit und produziert häufig weniger Fett. Heiße Duschen, aggressive Reinigungsprodukte, Alkohol und Duftstoffe in Kosmetik können die Beschwerden verstärken.
Urea ist Harnstoff und nicht Harnsäure. In passender Konzentration bindet Urea Feuchtigkeit; auf gereizter oder verletzter Haut kann es brennen.
UV-Strahlung beschleunigt Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Schatten, Kleidung und ein breit wirksamer Sonnenschutz mit passendem Lichtschutzfaktor sind wichtiger als die Annahme, die Haut werde allein wegen weniger Melanin plötzlich lichtempfindlich.
Ausreichendes Trinken ist wichtig, eine starre Mindestmenge von zwei Litern gilt jedoch nicht für alle. Der Bedarf hängt von Aktivität, Wetter, Körpergröße und Erkrankungen ab. Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und hochwertige Fette liefern Nährstoffe für die Haut.
Das Verhältnis zwischen Östrogenen und Androgenen verändert sich. Dadurch können Akne oder einzelne Unreinheiten auftreten. Auch Stress, Kosmetik und Medikamente können eine Rolle spielen. Eine dermatologische Behandlung ist wirksamer als häufig wechselnde Pflegeprodukte.
Trockenheit, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr gehören zum genitourinären Menopausensyndrom. Feuchtigkeitsgele, Gleitmittel und bei Bedarf lokal angewendete Östrogene können helfen. Diese Beschwerden sollten nicht nur als Hautproblem behandelt werden.
Für Rotklee, Soja oder Traubensilberkerze speziell zur Verbesserung der Haut ist die Evidenz begrenzt. Hoch dosierte Phytoöstrogenpräparate sind nicht für jede Frau geeignet.