Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Sommerhitze und Hitzewallungen können sich gegenseitig verstärken. Die hormonbedingte Wallung entsteht zwar unabhängig von der Außentemperatur, doch hohe Temperaturen, schlechte Luftzirkulation und Flüssigkeitsverlust machen sie häufig belastender.
Schwankende und sinkende Östrogenspiegel beeinflussen die Temperaturregulation im Gehirn. Der Bereich, in dem der Körper seine Temperatur als angenehm empfindet, wird enger. Bereits kleine Veränderungen können eine Abkühlungsreaktion auslösen: Hautgefäße erweitern sich, Gesicht und Oberkörper werden warm, Schweiß tritt auf und anschließend kann Frösteln folgen.
Bei hohen Außentemperaturen kann Schweiß schlechter verdunsten, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit. Nächtliche Wärme stört außerdem den Schlaf. Wiederholte Wallungen und Schlafmangel können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit verstärken.
Mehrere leichte Schichten aus atmungsaktiven Materialien lassen sich schnell anpassen. Im Schlafzimmer helfen Lüften in den kühleren Stunden, leichte Bettwäsche und gegebenenfalls ein Ventilator. Direkter Luftstrom sollte nicht unangenehm sein.
Der Flüssigkeitsbedarf steigt bei Hitze und starkem Schwitzen. Eine starre Trinkmenge gilt nicht für alle; Durst, Urinfarbe, Aktivität, Wetter und Erkrankungen spielen eine Rolle. Wasser und ungesüßte Getränke sind geeignete Standardgetränke. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen muss die Trinkmenge individuell abgestimmt werden.
Alkohol, sehr scharfe Speisen, heiße Getränke, Nikotin und große Mengen Koffein verstärken bei manchen Frauen die Beschwerden. Ein kurzes Tagebuch zeigt besser als pauschale Verbote, welche Auslöser tatsächlich relevant sind.
Salbei wird traditionell bei übermäßigem Schwitzen verwendet. Kleinere Studien und Anwendungsbeobachtungen zeigen mögliche Verbesserungen, die Datenlage ist jedoch begrenzt. Standardisierte Präparate werden nach Packungsangabe eingenommen. Konzentriertes ätherisches Salbeiöl eignet sich nicht zur unkontrollierten Einnahme.

Bei starken oder häufigen Hitzewallungen ist die menopausale Hormontherapie die wirksamste Behandlung. Nutzen und Risiken hängen von Alter, Zeit seit der Menopause, Präparat, Vorerkrankungen und persönlicher Situation ab. Es gibt außerdem nicht hormonelle verschreibungspflichtige Möglichkeiten. Eine pauschale Risikozahl für alle Frauen ist nicht sachgerecht.
Fieber, Gewichtsverlust, anhaltendes Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot oder neu auftretendes starkes Nachtschweißen können andere Ursachen haben und müssen untersucht werden.