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Wechseljahre

Hitzewallungen: Ursachen und Behandlung

Veränderte Temperaturregulation, Dauer und wirksame Behandlungsmöglichkeiten

Hitzewallungen sind plötzliche Wärmegefühle, die meist in Brust, Hals oder Gesicht beginnen und sich über den Oberkörper ausbreiten. Häufig folgen Schweißausbruch, Herzklopfen und anschließendes Frösteln. Die Beschwerden können tagsüber und nachts auftreten.

Veränderte Temperaturregulation

In der Perimenopause schwanken die Östrogenspiegel stark. Diese Veränderungen beeinflussen Botenstoffe und das Temperaturzentrum im Gehirn. Der Bereich, in dem sich der Körper weder aufheizen noch abkühlen muss, wird enger. Kleine Temperaturänderungen können dadurch eine Wallung auslösen.

Häufigkeit und Dauer

Die einzelnen Attacken dauern meist wenige Minuten. Manche Frauen haben sie nur gelegentlich, andere sehr häufig. Der gesamte Beschwerdezeitraum kann mehrere Jahre umfassen und ist individuell sehr verschieden.

Auswirkungen

Nächtliche Wallungen stören den Schlaf und können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit verstärken. Wiederkehrende Beschwerden am Arbeitsplatz oder in sozialen Situationen können zusätzlich psychisch belasten.

Was im Alltag hilft

  • Im Zwiebellook kleiden und atmungsaktive Stoffe wählen.
  • Räume und Schlafzimmer eher kühl halten.
  • Regelmäßig bewegen und Krafttraining ergänzen.
  • Alkohol, Nikotin und individuell auffällige Auslöser reduzieren.
  • Langsame Atmung und Entspannung bei beginnender Wallung nutzen.

Salbei

Salbei wird traditionell bei übermäßigem Schwitzen eingesetzt. Kleinere Studien zeigen mögliche Vorteile, erlauben aber keine Garantie und keine verlässliche Aussage über die individuelle Stärke der Wirkung.

Menopausale Hormontherapie

Eine Hormontherapie ist die wirksamste Behandlung ausgeprägter Hitzewallungen. Sie verschiebt Beschwerden nicht lediglich, sondern kann sie während der Anwendung deutlich reduzieren. Nach dem Absetzen können Symptome bei einem Teil der Frauen erneut auftreten. Nutzen und Risiken müssen individuell beurteilt werden.

Nicht hormonelle Behandlungen

Wenn Hormone nicht geeignet oder nicht gewünscht sind, stehen je nach Situation nicht hormonelle verschreibungspflichtige Medikamente und verhaltenstherapeutische Verfahren zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt ärztlich.

Wichtig: Plötzliches starkes Schwitzen, Herzrasen, Gewichtsverlust, Fieber oder Beschwerden außerhalb des typischen Wechseljahresverlaufs können andere Ursachen haben.

Hitzewallungen: Ursachen und Behandlung

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