Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten, sich länger zu konzentrieren, werden in der Perimenopause häufig berichtet. Viele Frauen beschreiben dieses Gefühl als „Brain Fog“. Die Beschwerden sind meist vorübergehend und bedeuten nicht automatisch eine beginnende Demenz.
Östrogenschwankungen beeinflussen Botenstoffe und Hirnnetzwerke. Zusätzlich wirken Hitzewallungen, Schlafmangel, Stress, depressive Stimmung, Angst und Mehrfachbelastung auf Aufmerksamkeit und Gedächtnis.
Die einfache Aussage, weniger Östrogen lasse Nervenzellen absterben oder eine Hormontherapie schütze generell vor Alzheimer, ist nicht gerechtfertigt. Eine Hormontherapie wird nicht zur Vorbeugung einer Demenz eingesetzt.
Bei vielen Frauen verbessern sich Konzentration und Gedächtnis, wenn sich der Hormonhaushalt stabilisiert und Schlafprobleme behandelt werden. Der Verlauf ist individuell.
Regelmäßige Ausdauerbewegung und Krafttraining unterstützen Durchblutung, Schlaf, Stimmung und allgemeine Gehirngesundheit. Schon zügiges Gehen ist sinnvoll, wenn es regelmäßig erfolgt.
Neue und komplexe Aufgaben fordern das Gehirn stärker als reine Routine. Eine Sprache, ein Musikinstrument, Tanzen, Handwerk oder strategische Spiele verbinden Lernen, Aufmerksamkeit und häufig auch soziale Kontakte.
Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, hochwertige Fette und ausreichend Eiweiß unterstützen die allgemeine Gesundheit. Der Flüssigkeitsbedarf ist individuell; Dehydrierung kann Konzentration verschlechtern. Einzelne Lebensmittel oder Nahrungsergänzungen machen das Gedächtnis jedoch nicht automatisch leistungsfähiger.
Deutlich zunehmende Gedächtnisprobleme, Orientierungsstörungen, Einschränkungen im Alltag oder neurologische Symptome sind nicht typisch für gewöhnlichen Brain Fog und müssen medizinisch untersucht werden. Auch Schilddrüse, Blutarmut, Medikamente, Schlafapnoe und Depression können ähnliche Beschwerden verursachen.