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Wechseljahre

Unregelmäßige Blutungen in den Wechseljahren

Zyklusveränderungen, starke Blutungen und Warnzeichen richtig einordnen

In der Perimenopause werden Eisprünge unregelmäßig. Dadurch können Blutungen früher oder später kommen, länger oder kürzer dauern und stärker oder schwächer ausfallen. Viele Veränderungen sind hormonell bedingt, dennoch sollte nicht jede Blutung automatisch den Wechseljahren zugeschrieben werden.

Ausbleibende Blutungen

Die Regel kann mehrere Wochen oder Monate ausbleiben und anschließend wieder einsetzen. Solange eine Schwangerschaft möglich ist, bleibt Verhütung notwendig. Die Menopause ist erst rückblickend erreicht, wenn zwölf Monate keine Blutung aufgetreten ist und keine andere Ursache vorliegt.

Starke und lange Blutungen

Wiederkehrende starke Blutungen können zu Eisenmangel und Blutarmut führen. Müdigkeit, Atemnot bei Belastung, Herzklopfen und Leistungsminderung sind mögliche Folgen. Blutbild und Ferritin sollten bei entsprechenden Beschwerden kontrolliert werden.

Eisenpräparate werden nicht vorsorglich, sondern bei festgestelltem Mangel oder fachlicher Empfehlung eingenommen.

Kürzere oder längere Zyklen

Zu Beginn der Perimenopause werden Zyklen häufig kürzer, später liegen oft längere Pausen dazwischen. Sehr kurze Abstände, anhaltende Blutungen oder neu auftretende starke Schmerzen benötigen eine gynäkologische Abklärung.

Schmierblutungen

Blutungen zwischen den Perioden oder nach dem Geschlechtsverkehr können hormonell bedingt sein, aber auch durch Polypen, Myome, Infektionen, Veränderungen am Gebärmutterhals oder andere Erkrankungen entstehen.

Blutung nach der Menopause

Jede Blutung nach zwölf Monaten ohne Regelblutung gilt als postmenopausale Blutung und muss zeitnah gynäkologisch untersucht werden. Häufig sind gutartige Ursachen wie eine dünne, trockene Schleimhaut oder Polypen verantwortlich. Eine neue Beziehung, Sport, Stress oder eine Ernährungsumstellung „starten“ die Menstruation nicht wieder.

Farbe, Geruch und Gerinnsel

Dunkleres Blut und kleine Gerinnsel können bei stärkeren Blutungen auftreten. Ungewöhnlicher Geruch, Fieber, Schmerzen oder sehr große Gerinnsel sollten untersucht werden.

Wann rasch Hilfe nötig ist

  • wenn Binden oder Tampons stündlich gewechselt werden müssen
  • bei Kreislaufproblemen, Schwindel oder Ohnmacht
  • bei starken Schmerzen oder Fieber
  • bei möglicher Schwangerschaft
  • bei jeder Blutung nach der Menopause

Zur Abklärung können Untersuchung, Ultraschall, Blutbild und je nach Befund weitere Diagnostik gehören.

Unregelmäßige Blutungen in den Wechseljahren

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