Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Müdigkeit, Gewichtsschwankungen, Schlafstörungen, Herzklopfen, Haarausfall und Stimmungsschwankungen können sowohl in den Wechseljahren als auch bei einer Schilddrüsenerkrankung auftreten. Beschwerden allein reichen deshalb nicht für eine sichere Zuordnung.
Die Schilddrüse bildet vor allem Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese Hormone beeinflussen Energieverbrauch, Herz, Verdauung, Muskeln, Nervensystem und Körpertemperatur. Das Steuerhormon TSH wird in der Hirnanhangdrüse gebildet.
Hitzewallungen, unregelmäßige Blutungen und vaginale Trockenheit sprechen eher für die hormonelle Umstellung. Das schließt eine gleichzeitige Schilddrüsenerkrankung nicht aus.
Eine Blutuntersuchung mit TSH und bei Bedarf freiem T4, freiem T3 und Antikörpern schafft Klarheit. Ultraschall und weitere Untersuchungen richten sich nach Befund. Die Behandlung erfolgt entsprechend der konkreten Erkrankung.
Jod ist für die Hormonproduktion notwendig. In Österreich tragen jodiertes Speisesalz, Milchprodukte, Eier und Fisch zur Versorgung bei. Algen können extrem hohe und stark schwankende Jodmengen enthalten und sind nicht automatisch eine sichere Quelle.
Selen ist am Schilddrüsenstoffwechsel beteiligt. Eine hoch dosierte Einnahme ohne nachgewiesenen Bedarf kann schaden. Paranüsse enthalten sehr unterschiedliche Mengen.
Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow entstehen durch Autoimmunprozesse. Genetik, Rauchen und weitere Umweltfaktoren spielen eine Rolle. Stressvermeidung oder Vitaminpräparate können diese Erkrankungen nicht zuverlässig verhindern.
Wichtig: Neues Herzrasen, starke Gewichtsveränderung, Halsverdickung, ausgeprägte Schwäche oder Augenveränderungen sollten medizinisch untersucht werden.