Zurück zu Wissen
Verdauung

Verdauung: die besten Pflanzen-Tipps

Heilpflanzen und Alltagstipps bei häufigen Verdauungsbeschwerden

Gesunde Ernährung und eine gute Verdauung gehören zusammen. Entscheidend ist nicht nur, was wir essen, sondern auch wie wir essen. Langsames Essen, gründliches Kauen, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung bilden die Grundlage. Bei Beschwerden können ausgewählte Heilpflanzen ergänzend unterstützen.

Verstopfung

Von Verstopfung spricht man nicht allein aufgrund seltener Stuhlgänge. Auch harter Stuhl, starkes Pressen und das Gefühl unvollständiger Entleerung sind wichtig. Häufig helfen ballaststoffreiche Lebensmittel, ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und feste Toilettengewohnheiten.

  • Leinsamen und Flohsamenschalen: binden Wasser und können den Stuhl weicher machen. Sie müssen mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
  • Schafgarbe: wird traditionell zur Unterstützung der Verdauungsfunktion verwendet.
  • Artischocke: kann bei Völlegefühl und Beschwerden der Fettverdauung eingesetzt werden.

Durchfall

Akuter Durchfall wird häufig durch Viren, Bakterien, verdorbene Lebensmittel oder Medikamente verursacht. Wichtig ist der Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten. Gerbstoffhaltige Pflanzen wie Blutwurz werden traditionell kurzfristig eingesetzt. Kamillentee kann als mildes Getränk angenehm sein.

Probiotika können bei bestimmten Formen von Durchfall sinnvoll sein, ihre Wirkung hängt jedoch vom verwendeten Bakterienstamm und der Ursache ab.

Aufstoßen und Sodbrennen

Aufstoßen entsteht häufig durch Luftschlucken, hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder Reflux. Langsames Essen, kleinere Mahlzeiten und Abstand zwischen Abendessen und Schlafengehen können helfen.

Bei saurem Aufstoßen sollten Alkohol, Nikotin und individuell unverträgliche Speisen reduziert werden. Häufige Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt.

Blähungen

Darmgase entstehen bei der normalen Verdauung. Beschwerden können durch hastiges Essen, Kohlensäure, große Mengen bestimmter Ballaststoffe, Unverträglichkeiten oder ein Reizdarmsyndrom verstärkt werden.

  • Fenchel, Kümmel und Anis: werden traditionell bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden verwendet.
  • Artischocke und Löwenzahn: können die Bildung von Verdauungssäften unterstützen.
  • Wärme, Bauchmassage und Bewegung: können festsitzende Gase lösen.

Hülsenfrüchte, Kohl- und Lauchgewächse müssen nicht grundsätzlich gemieden werden. Entscheidend sind Menge, Zubereitung und individuelle Verträglichkeit.

Darmflora und Pilzinfektionen

Die Darmflora besteht aus zahlreichen Mikroorganismen und steht in engem Austausch mit Schleimhaut und Immunsystem. Fermentierte Lebensmittel, Ballaststoffe und eine vielfältige Ernährung können ihre Vielfalt unterstützen.

Der bloße Nachweis von Hefepilzen im Darm beweist keine behandlungsbedürftige Erkrankung. Anhaltende Beschwerden oder der Verdacht auf eine Pilzinfektion müssen medizinisch abgeklärt werden. Eine pauschale „Darmpilzkur“ ist nicht sinnvoll.

Wichtig: Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl, starke oder zunehmende Schmerzen, Fieber, anhaltendes Erbrechen, Gewichtsverlust und länger dauernde Beschwerden benötigen ärztliche Abklärung.

Verdauung: die besten Pflanzen-Tipps

Passende Produkte