Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Husten reinigt und befreit die Atemwege. Beim trockenen Reizhusten wird jedoch kein Bronchialschleim ausgeworfen. Häufig tritt er zu Beginn einer Erkältung auf, kann aber auch durch Allergien, Asthma, Reflux, Medikamente oder andere Erkrankungen verursacht werden.
Bei einem unkomplizierten Erkältungshusten können schleimstoffhaltige Heilpflanzen gereizte Schleimhäute beruhigen. Hält der Husten länger als drei bis vier Wochen an oder treten Warnzeichen auf, ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
Ausreichendes Trinken und schleimstoffhaltige Tees können die Schleimhäute befeuchten und den Hustenreiz lindern.
Eibisch (Althaea officinalis) enthält besonders in der Wurzel viele Schleimstoffe. Sie legen sich schützend auf gereizte Schleimhäute. Eibischwurzel wird als Kaltansatz oder in standardisierten Sirupen verwendet.
Malve (Malva sylvestris) enthält ebenfalls Schleimstoffe. Für Tee werden Blätter und Blüten verwendet. Die Zubereitung richtet sich nach der Packungsanleitung.
Huflattich (Tussilago farfara) wurde traditionell bei Husten eingesetzt. Wegen potenziell leberschädigender Pyrrolizidinalkaloide sollten ausschließlich zugelassene, entsprechend geprüfte Fertigprodukte verwendet werden. Selbst gesammelte Pflanzenteile und unkontrollierte Teezubereitungen sind nicht zu empfehlen.
Isländisch Moos (Cetraria islandica) enthält Schleim- und Bitterstoffe. Tee, Lutschpastillen und andere Zubereitungen werden bei trockenem Husten und gereiztem Hals eingesetzt.
Wasser mit Apfelessig ist ein traditioneller Tipp. Eine verlässliche Wirksamkeit gegen Reizhusten ist nicht belegt; Säure kann gereizte Schleimhäute und Refluxbeschwerden zusätzlich belasten.
Wichtig: Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Auswurf, hohes Fieber oder anhaltender Husten erfordern eine ärztliche Untersuchung.