Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Bewusstes Atmen und regelmäßige Entspannungsübungen können innere Unruhe, Anspannung und Einschlafprobleme lindern. Sie sind leicht in den Alltag integrierbar und können das Gefühl von Kontrolle während einer Hitzewallung verbessern. Starke Beschwerden benötigen dennoch eine gezielte medizinische Behandlung.
Wer beim Liegen Schmerzen oder Schwindel bekommt, kann die Übung im Sitzen durchführen.
Legen Sie eine Hand auf Brust und Bauch. Atmen Sie ohne Zwang durch die Nase ein und langsam durch Nase oder leicht geöffnete Lippen aus. Zählen Sie beispielsweise vier Takte ein und sechs Takte aus. Wichtig ist ein angenehmer Rhythmus; Luftanhalten oder besonders tiefe Atemzüge sind nicht notwendig.
Wenn eine Wallung beginnt, können Sie die Schultern lockern und den Ausatem verlängern. Langsame Atmung reduziert nicht direkt den Östrogenmangel, kann aber die zusätzliche Stressreaktion und das Gefühl von Kontrollverlust dämpfen.
Unter Stress wird die Atmung häufig schneller und flacher. Kurze Pausen helfen:
Durch die Nase zu atmen kann die Luft filtern und befeuchten. Die Behauptung, Nasenatmung bringe grundsätzlich mehr Sauerstoff ins Blut, ist bei gesunden Menschen zu pauschal.
Spannen Sie nacheinander Hände, Schultern, Gesicht, Bauch und Beine für wenige Sekunden an und lassen Sie wieder locker. Der Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung wird bewusst wahrgenommen. Diese Methode kann bei Stress und Schlafproblemen hilfreich sein.
Entspannungsübungen sind kein Test. Wenn Gedanken auftauchen, werden sie wahrgenommen und die Aufmerksamkeit anschließend zurück zum Atem oder Körper gelenkt. Regelmäßige kurze Einheiten sind meist hilfreicher als seltene lange Übungen.
Herzrasen, Atemnot, Brustschmerzen oder Ohnmacht dürfen nicht automatisch einer Hitzewallung oder Angst zugeschrieben werden. Bei Panikstörungen, Depression oder anhaltender Schlaflosigkeit sind Psychotherapie und medizinische Behandlung wirksamer als Selbstübungen allein.
Zu schnelles oder zu tiefes Atmen kann Hyperventilation auslösen und Kribbeln, Schwindel oder Engegefühl verstärken. Dann normal weiteratmen, hinsetzen und bei anhaltenden Beschwerden medizinische Hilfe suchen.