Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
Warenkorb ist leer
Zur StartseiteHast du ein Konto?
Logge dich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
Warenkorb
Ergänzen Sie Ihren Einkauf
Wir werden älter, doch sichtbares Altern wird besonders bei Frauen häufig als Makel behandelt. Falten, graue Haare und eine veränderte Figur müssen jedoch weder versteckt noch gefeiert werden. Entscheidend ist die Freiheit, selbst zu bestimmen, wie man mit dem eigenen Aussehen umgehen möchte.
Ein dauerhaft jugendliches Erscheinungsbild ist kein realistisches Gesundheitsziel. Werbung und soziale Medien können den Eindruck erzeugen, Altern sei durch Disziplin, Produkte oder Eingriffe vollständig kontrollierbar. Das erhöht den Druck und kann Körperunzufriedenheit sowie Essstörungen verstärken.
Anorexie, Bulimie und andere Essstörungen können auch in der Lebensmitte neu auftreten oder wiederkehren. Warnzeichen sind starke Gewichtsabnahme, zwanghafte Kontrolle, Angst vor normalen Mahlzeiten, exzessiver Sport und sozialer Rückzug. Betroffene benötigen professionelle Hilfe und keine Kommentare über Disziplin oder Aussehen.
Menschen unterschiedlichen Alters sichtbar zu machen, hilft, ein realistisches Bild vom Leben zu entwickeln. Gleichzeitig darf niemand dafür verurteilt werden, Haare zu färben, Kosmetik zu nutzen oder einen ästhetischen Eingriff zu wählen. Selbstbestimmung ist wichtiger als eine neue Vorschrift zum „richtigen“ Altern.
Humor, Neugier, Haltung, Erfahrung, Kommunikationsfähigkeit und soziale Nähe beeinflussen, wie ein Mensch wahrgenommen wird. Äußere Pflege und Kleidung können Freude machen, sind aber nur ein Teil der persönlichen Ausstrahlung.
Zufriedenheit im höheren Alter hängt nicht allein von einer positiven Einstellung ab. Gesundheit, finanzielle Sicherheit, soziale Kontakte, sinnvolle Aufgaben und Zugang zu Unterstützung spielen eine große Rolle. Aussagen wie „Man muss nur positiv denken“ greifen deshalb zu kurz.
Manche Menschen bleiben gern sehr aktiv, andere bevorzugen einen ruhigeren Alltag. Gesundes Altern bedeutet nicht, jugendliche Leistung unbegrenzt zu kopieren. Aktivität sollte zu Gesundheit, Persönlichkeit und Lebenssituation passen.
Diese Maßnahmen unterstützen die Hautgesundheit, stoppen den natürlichen Alterungsprozess aber nicht.
Hilfreich ist, den eigenen Körper nicht nur nach seinem Aussehen zu beurteilen, sondern auch nach dem, was er ermöglicht. Fotos, Spiegel oder Kleidung dürfen Gefühle auslösen. Ein respektvoller innerer Ton ist dabei sinnvoller als erzwungene Begeisterung.
Die ursprüngliche Fassung griff Aussagen von Maja Storch, François Höpflinger, Andreas Giger und Kerstin Heydecker auf. Im Mittelpunkt standen Echtheit, soziale Verbundenheit, geistige Offenheit und der kritische Blick auf den Begriff „Anti-Aging“. Diese Kernaussage bleibt erhalten: Reife Schönheit lässt sich nicht in ein einheitliches Schema pressen.
Autorin: Vera Sohmer, November 2013.