Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Nach der Menopause beschleunigt der sinkende Östrogenspiegel bei vielen Frauen den Knochenabbau. Rotklee-Isoflavone und Probiotika werden als mögliche Unterstützung untersucht. Sie ersetzen jedoch weder eine Osteoporose-Diagnostik noch bewährte Maßnahmen wie Krafttraining, ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung oder eine notwendige medikamentöse Behandlung.
Bei Osteoporose nimmt die Stabilität des Knochens ab, wodurch das Risiko für Wirbel-, Hüft- und andere Brüche steigt. Die Erkrankung verläuft häufig lange ohne Beschwerden. Ein Knochenbruch nach geringer Belastung, deutlicher Größenverlust oder ein erhöhtes persönliches Risiko sollten abgeklärt werden.
Östrogen hemmt den Knochenabbau. In den Jahren rund um die Menopause kann die Knochendichte deshalb schneller sinken. Alter, familiäre Vorbelastung, Untergewicht, Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, bestimmte Medikamente und Erkrankungen beeinflussen das Risiko zusätzlich.
Rotklee enthält Isoflavone, die schwach an Östrogenrezeptoren binden. Kleine Studien berichten teilweise günstigere Werte bei Knochenumbaumarkern oder einen geringeren Verlust der Knochendichte. Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich, die Studien häufig klein und die Präparate unterschiedlich zusammengesetzt.
Aus diesen Daten lässt sich nicht ableiten, dass Rotklee Osteoporose verhindert oder behandelt. Eine Verbesserung einzelner Messwerte beweist noch keine Verringerung von Knochenbrüchen.
Auch bestimmte Probiotika werden im Zusammenhang mit Knochenstoffwechsel untersucht. Mögliche Mechanismen betreffen Darmbarriere, Entzündungsreaktionen und Nährstoffaufnahme. Derzeit gibt es keine allgemeine Empfehlung, Probiotika zur Vorbeugung oder Behandlung von Osteoporose einzusetzen.
Die frühere Artikelfassung bezog sich auf eine kleine, randomisierte Untersuchung mit 85 postmenopausalen Frauen. Ein fermentierter Rotklee-Extrakt mit Isoflavonen wurde über zwölf Monate mit Placebo verglichen. Die Ergebnisse deuteten auf einen geringeren Verlust der Knochendichte an einzelnen Messstellen hin. Wegen Teilnehmerzahl, Präparatspezifität und fehlender Frakturdaten darf das Ergebnis nicht auf alle Frauen oder Produkte übertragen werden.
Sojalebensmittel und hoch dosierte Isoflavonpräparate sind nicht gleichzusetzen. Bei einer früheren oder bestehenden hormonabhängigen Krebserkrankung sollten konzentrierte Präparate nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam verwendet werden. Auch mögliche Wechselwirkungen und die Produktqualität sind zu beachten.
Ob eine Knochendichtemessung sinnvoll ist, hängt von Alter, Knochenbrüchen, Medikamenten und weiteren Risikofaktoren ab. Die Entscheidung für eine Behandlung richtet sich nicht allein nach einem T-Wert, sondern nach dem gesamten Frakturrisiko.
Bei hohem Risiko stehen wirksame Medikamente zur Verfügung, die Knochenabbau hemmen oder Knochenaufbau fördern. Kalzium, Vitamin D, Rotklee oder Probiotika dürfen eine notwendige Therapie nicht ersetzen.
Wichtig: Plötzliche starke Rückenschmerzen, ein Bruch nach geringer Belastung oder deutlicher Größenverlust sollten medizinisch abgeklärt werden.