Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche gehören zu den häufigsten Beschwerden der Wechseljahre. Sie entstehen durch Veränderungen der Temperaturregulation und können über mehrere Jahre auftreten. Wie belastend sie sind, unterscheidet sich stark von Frau zu Frau.
Die Perimenopause ist von schwankenden Östrogenspiegeln geprägt. Dadurch wird der Temperaturbereich, den das Gehirn als angenehm bewertet, enger. Bereits kleine Veränderungen lösen eine Abkühlungsreaktion aus: Die Hautgefäße erweitern sich, Wärme steigt in Brust, Hals und Gesicht auf, Schweiß tritt aus und anschließend kann Frösteln folgen.
Pauschale Angaben, wonach neun von zehn Frauen leiden oder die Wechseljahre immer zehn bis 15 Jahre dauern, sind zu ungenau. Manche Frauen haben kaum Symptome, andere werden im Alltag und Schlaf stark beeinträchtigt. Beginn, Dauer und Häufigkeit sind individuell.
Alkohol, Nikotin, scharfe Speisen, heiße Getränke, Stress und große Mengen Koffein können Wallungen bei einzelnen Frauen verstärken. Ein Tagebuch über zwei bis vier Wochen zeigt, welche Faktoren tatsächlich relevant sind. Pauschale Verbote sind nicht notwendig.
Regelmäßige Bewegung verbessert Schlaf, Stimmung, Herz-Kreislauf-Gesundheit und körperliche Belastbarkeit. Sie beseitigt Hitzewallungen nicht bei jeder Frau, kann aber das allgemeine Wohlbefinden deutlich unterstützen. Bei Übergewicht kann eine langsame Gewichtsabnahme Beschwerden bei manchen Frauen verringern.
Salbei wird traditionell bei übermäßigem Schwitzen eingesetzt. Standardisierte Präparate können bei einzelnen Frauen helfen, die wissenschaftliche Datenlage ist jedoch begrenzt. Dosierung und Gegenanzeigen des konkreten Arzneimittels müssen beachtet werden. Konzentriertes ätherisches Salbeiöl ist nicht zur eigenständigen Einnahme geeignet.
Eine individuell passende Hormontherapie ist die wirksamste Behandlung starker Hitzewallungen. Nutzen und Risiken hängen von Alter, Zeit seit der Menopause, Beschwerden, Präparat, Anwendungsform und Vorerkrankungen ab. Bei vorhandener Gebärmutter wird ein Schutz der Gebärmutterschleimhaut benötigt.
Wenn Hormone nicht geeignet oder nicht gewünscht sind, kommen je nach Situation nicht hormonelle verschreibungspflichtige Medikamente und verhaltenstherapeutische Verfahren infrage. Die Auswahl erfolgt gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Fieber, Gewichtsverlust, ausgeprägtes Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot oder neu auftretendes starkes nächtliches Schwitzen können andere Ursachen haben. Auch eine Schilddrüsenstörung, Infektion oder Medikamentennebenwirkung sollte bei atypischem Verlauf geprüft werden.