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Muskel & Gelenke

Fibromyalgie und Weichteilrheumatismus

Chronisches Schmerzsyndrom mit Schmerzen, Schlafproblemen und Erschöpfung

Fibromyalgie ist ein chronisches primäres Schmerzsyndrom. Typisch sind weit verbreitete Schmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme. Der Begriff Weichteilrheumatismus wird dagegen auch für lokale Beschwerden an Muskeln, Sehnen, Bändern oder Schleimbeuteln verwendet.

Symptome

Beschwerden bestehen meist länger als drei Monate und können in Intensität und Ort wechseln. Häufig sind:

  • diffuse Muskel- und Weichteilschmerzen
  • ausgeprägte Müdigkeit und nicht erholsamer Schlaf
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Kopfschmerzen, Reizdarm oder Reizmagen
  • Kribbeln, Kältegefühl und erhöhte Reizempfindlichkeit
  • depressive Stimmung oder Angst als mögliche Begleiterkrankungen

Die früher verwendete Zählung bestimmter Druckpunkte ist heute nicht mehr allein entscheidend für die Diagnose.

Ursachen

Die genaue Entstehung ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielt eine veränderte Verarbeitung von Schmerzreizen im Nervensystem eine zentrale Rolle. Genetische Faktoren, länger anhaltender Stress, Schlafstörungen und körperliche oder psychische Belastungen können beteiligt sein.

Diagnose

Es gibt keinen einzelnen Laborwert, der Fibromyalgie beweist. Die Diagnose basiert auf dem typischen Beschwerdebild und dem Ausschluss anderer Erkrankungen, beispielsweise entzündlichem Rheuma, Schilddrüsenerkrankungen oder neurologischen Ursachen.

Behandlung

Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, die Beschwerden lassen sich jedoch häufig deutlich beeinflussen. Die wirksamsten Grundlagen sind regelmäßige Ausdauerbewegung, angepasstes Krafttraining, Information über die Erkrankung und psychologische Verfahren zur Schmerzbewältigung.

Bewegung und Entspannung

Geeignet sind beispielsweise Gehen, Schwimmen, Radfahren, Wassergymnastik, Tai-Chi und sanftes Krafttraining. Der Einstieg sollte niedrig dosiert erfolgen. Entspannung, Achtsamkeit und eine verlässliche Schlafroutine ergänzen die Behandlung.

Medikamente und ergänzende Maßnahmen

Medikamente werden individuell eingesetzt und wirken nicht bei allen Betroffenen gleich. Dauerhafte Einnahme starker Opioide wird bei Fibromyalgie in der Regel nicht empfohlen. Wärme, Massage oder äußerliche Gele können einzelne Beschwerden vorübergehend lindern.

Balance von Aktivität und Ruhe

Zu viel Schonung führt häufig zu weiterer Leistungsminderung. Überforderung kann Beschwerden verstärken. Hilfreich ist ein gleichmäßiger Aktivitätsrhythmus mit realistischen Steigerungen und geplanten Pausen.

Wichtig: Neue Lähmungen, Fieber, deutlicher Gewichtsverlust, geschwollene Gelenke oder andere ungewöhnliche Symptome sprechen nicht automatisch für Fibromyalgie und müssen untersucht werden.

Fibromyalgie und Weichteilrheumatismus

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