Ganzheitliche Gesundheit
durch Naturheilkunde
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Darmgase entstehen bei jeder Verdauung. Blähungen werden dann zum Problem, wenn sich viel Gas sammelt, der Bauch schmerzt oder der Alltag beeinträchtigt wird. Häufig sind die Ursachen harmlos, anhaltende oder neu auftretende Beschwerden sollten dennoch abgeklärt werden.
Ballaststoffreiche Lebensmittel sind grundsätzlich gesund. Wer darauf mit Blähungen reagiert, sollte Menge und Zubereitung langsam anpassen, statt ganze Lebensmittelgruppen dauerhaft zu streichen.
Fenchel, Kümmel, Anis, Kardamom und Koriander werden traditionell bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden verwendet. Die Samen werden kurz angestoßen und mit heißem Wasser übergossen. Für Säuglinge und kleine Kinder sind Zubereitung und Dosierung fachlich abzustimmen.
Artischocke und Löwenzahn können die Bildung von Verdauungssäften unterstützen. Kümmel und Pfefferminze wirken krampflösend. Pfefferminzöl ist bei Sodbrennen nicht für jede Person geeignet.
Notieren Sie für zwei bis vier Wochen Mahlzeiten, Mengen, Beschwerden, Stress und Bewegung. So lassen sich individuelle Auslöser besser erkennen. Eine FODMAP-arme Ernährung kann bei Reizdarm hilfreich sein, sollte aber zeitlich begrenzt und fachlich begleitet durchgeführt werden.
Schüssler-Salze, pauschale Darmreinigungen und Heilfastenkuren sind nicht als Standardbehandlung belegt. Bei anhaltenden Beschwerden sollte nach Ursachen wie Unverträglichkeiten, Reizdarm, Zöliakie, Verstopfung oder Erkrankungen von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse gesucht werden.
Wichtig: Starke Schmerzen, Fieber, Erbrechen, Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, ein harter aufgeblähter Bauch oder fehlender Stuhl- und Windabgang erfordern rasche medizinische Abklärung.