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Verdauung

Durchfall (Diarrhö)

Ursachen, Flüssigkeitsersatz, Ernährung und wichtige Warnzeichen

Durchfall ist ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Von Diarrhö spricht man meist, wenn mehr als dreimal täglich breiiger oder flüssiger Stuhl auftritt. Akute Beschwerden werden häufig durch Infektionen, Lebensmittel oder Medikamente verursacht.

Ursachen

  • Viren oder Bakterien
  • verdorbene Lebensmittel und Reisedurchfall
  • Antibiotika, Abführmittel und weitere Medikamente
  • Laktose-, Fruktose- oder andere Unverträglichkeiten
  • Reizdarmsyndrom
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Zöliakie, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder hormonelle Störungen
  • Stress und Angst

Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen

Die wichtigste Maßnahme ist, Wasser und Salze zu ersetzen. Besonders geeignet sind fertige orale Rehydratationslösungen aus der Apotheke. Sie enthalten Glukose und Elektrolyte in einem abgestimmten Verhältnis.

Bei leichtem Durchfall können Wasser, Tee, klare Suppe und salzhaltige Lebensmittel ergänzen. Sehr zuckerreiche Getränke, unverdünnte Fruchtsäfte und Alkohol können die Beschwerden verstärken.

Was essen?

Eine längere Nahrungspause ist meist nicht notwendig. Gut verträgliche Lebensmittel sind beispielsweise Reis, Kartoffeln, Haferbrei, Zwieback, Banane, Karotten und milde Suppen. Die normale Ernährung kann schrittweise wieder aufgenommen werden.

Pflanzliche Mittel und Probiotika

Gerbstoffhaltige Pflanzen wie Blutwurz werden traditionell kurzfristig eingesetzt. Probiotika können bei ausgewählten Formen von Durchfall helfen, die Wirkung ist jedoch stamm- und situationsabhängig. Sie ersetzen keine Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr.

Medikamente

Durchfallblockierende Mittel sind nicht bei jeder Ursache geeignet. Bei Fieber, blutigem Durchfall oder Verdacht auf eine invasive Infektion dürfen sie nicht ohne ärztlichen Rat eingesetzt werden. Antibiotika sind nur bei bestimmten bakteriellen Ursachen notwendig.

Reisedurchfall vorbeugen

  • Nur sicher aufbereitetes oder abgefülltes Wasser trinken.
  • Auf Eiswürfel aus unsicherem Wasser verzichten.
  • Speisen gut durchgaren.
  • Obst selbst schälen.
  • Händehygiene beachten.

Kinder und ältere Menschen

Säuglinge, kleine Kinder und ältere Menschen trocknen schneller aus. Warnzeichen sind trockener Mund, wenig Urin, eingesunkene Augen, Teilnahmslosigkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme.

Wann zum Arzt: bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, starken Schmerzen, anhaltendem Erbrechen, deutlicher Austrocknung, Beschwerden über mehrere Tage oder bei Säuglingen, Schwangeren und chronisch kranken Menschen.

Durchfall (Diarrhö)